Paul Hupfeld,
Jennifer Snay,
Max Mittelstädt
Idee, Research, Konzept, Development
Immer häufiger arbeiten Teams in Großunternehmen von verschiedenen Standorten aus zusammen, wodurch sie mit den Herausforderungen der räumlichen Distanz und fehlender persönlicher Interaktion konfrontiert sind. BuiltUp beschäftigt sich mit einem Zukunftsszenario, in dem eine Zusammenarbeit von remote und dezentral agierenden Teams ganz anders aussehen könnte, als heute. In diesem Szenario können Teams mithilfe von Virtual-Reality-Headsets in virtuellen Räumen zusammenarbeiten. Die Technologie ermöglicht es ihnen, trotz Entfernung zueinander, auf eine neue Weise zu interagieren und intensiv in die gemeinsame Arbeit abzutauchen. Das Ziel dieses Projektes besteht darin, die Zusammenarbeit durch gemeinsame Reflexion bei regelmäßigen Treffen, sogenannten Retrospektiven, im virtuellen Raum zu verbessern. Dafür gibt BuiltUp den Teams ein Tool, das ihnen ermöglicht, ihre Ideen von der vergangenen und zukünftigen Zusammenarbeit mit virtuellen Bausteinen zu modellieren und so visuell darzustellen. Das gemeinsame Bauen hilft den Teams, ihre Ideen anschaulich zu kommunizieren und ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln. Außerdem fördert es die Kreativität und hilft, komplexe Gedanken auf das Wesentliche zu reduzieren. So könnte die Zukunft der Arbeit aussehen:
Ein Teamcoach moderiert das Teamtreffen. Die erste Aufgabenstellung bezieht sich auf die Eindrücke der Einzelpersonen. Sie stellen ihre Reflexionen zur Zusammenarbeit oder zum Projekt in einem individuellen Modell dar und erklären sie sich gegenseitig. So kann sich jede Person gleichmäßig einbringen.
Als Nächstes erhält das Team eine Aufgabenstellung, um die individuellen Reflexionen zu einem gemeinsamen Projekt zu verknüpfen. Als Antwort bauen sie ein gemeinsames Modell und schaffen so ein klares Verständnis. Anhand dessen können sie Maßnahmen beschließen, um ihre Zusammenarbeit zu verbessern.
Bausteine können jederzeit über die dauerhaft eingeblendete Hotbar-Leiste erzeugt und gemeinsam im virtuellen Raum angeordnet werden. Das Bauen wird durch natürliche Handgesten ermöglicht: - Durch das Zusammenbringen von Daumen und Zeigefinger einer Hand können einzelne Bausteine gegriffen werden. - Gegriffene Bausteine lassen sich über Bewegungen der Hände frei im Raum verschieben und rotieren. - Greift man ein Modell mit beiden Händen, lassen sich alle miteinander verbundenen Bausteine zusammen verschieben und rotieren. (Konzept) - Mit beiden Händen kann man Verbindungen zwischen zwei Stellen im Modell ziehen. Verbindungsstücke lassen sich, ähnlich wie Bausteine, platzieren und anschließend frei verformen, indem man beide Enden greift. (Konzept)
Der mit Unterstützung von Honda R&D Europe (Deutschland) GmbH entwickelte Prototyp zeigt erste Potenziale zur Förderung eines spielerischen und verständlichen Austauschs. Er bildet eine Grundlage für ausführliche Tests und Weiterentwicklungen. Insbesondere die Möglichkeit, gebaute Modelle abzuspeichern und wiederzuverwenden, ist vielversprechend.